Ablauf der Gedenkstättenfahrten

Die Studienreise nach Oświęcim und Krakau beinhaltet neben der 5-tägigen Gedenkstättenfahrt für alle Teilnehmer zwei Studientage sowie ein Reflexionstreffen im Anschluss an die Reise.

Das Projekt ist inhaltlich so aufgebaut, dass die Geschichte durch den Besuch und die Einbeziehung verschiedenster Orte chronologisch aufgearbeitet wird. So entsteht ein historischer „Roter Faden“. München und das Umland bieten hierfür beste Voraussetzungen, sich mit den verschiedenen Abschnitten der Zeit des Nationalsozialismus auseinanderzusetzen.

Der erste Studientag wird daher im NS-Dokumentationszentrum in München stattfinden. Mit einer ausführlichen Führung durch das Dokumentationszentrum werden die politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen der 1920/30er Jahre beleuchtet und Münchens Bedeutung als „Hauptstadt der Bewegung“ dargestellt.

Während des zweiten Studientages in der KZ-Gedenkstätte Dachau wird die weitere Entwicklung der Geschichte nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933 und der Beginn der politischen und antisemitischen Verfolgung behandelt. Besonderes Augenmerk wird hierbei auch auf die verschiedenen Gefangenengruppen in Konzentrationslagern und die Vorbildfunktion des Lagers Dachau als erstes Konzentrationslager überhaupt gelegt. Diese Thematik wird in den KZ-Gedenkstätten im Auschwitz Stammlager sowie im ehemaligen Vernichtungslager Birkenau aufgegriffen und mit Thematiken „Opfer/Täter, Holocaust“ und den daraus folgenden Auswirkungen vertieft. In der Evangelischen Versöhnungskirche der KZ-Gedenkstätte Dachau werden wir uns die Zeit nehmen, um nach Opfern und Tätern mit jeweiligem Vereinsbezug im Zusammenhang mit Auschwitz zu recherchieren. Auch die Geschichte beider Vereine mit den unterschiedlichen Haltungen während des Naziregimes wird erarbeitet und diskutiert.

In Oświęcim werden die Teilnehmer*innen in beiden KZ – Gedenkstätten an geführten Touren teilnehmen. Ebenfalls besteht die Möglichkeit im Nachgang, die Länderausstellungen in der KZ- Gedenkstätte Auschwitz Stammlager zu besichtigen. Darüber hinaus wird sich mit dem Ort und der Geschichte von Oświęcim befasst. In Krakau gibt es zunächst die Möglichkeit, die Stadt zu erkunden. Am Abreisetag wird je nach Interesse der Teilnehmer*innen entweder das Oskar-Schindler-Museum oder das ehemalige jüdische Ghetto besucht. So wird sich sowohl in der Stadt Oświęcim als auch in Krakau mit der Thematik „Jüdisches Leben“ vor und nach dem Holocaust beschäftigt. In der Nachbereitung sollen Schlüsse auf unsere heutige Gesellschaft und unser Zusammenleben reflektiert werden.
Die Studientage, die Fahrten nach Nordhausen und Oświęcim/ Krakau sowie die Nachbereitungstreffen werden von den Teilnehmer*innen beider Fanszenen auf verschiedene Art und Weise dokumentiert. Jeder Teilnehmer hat die Möglichkeit in verschiedenen Formen wie etwa Kurztexte, Bilder, Videos oder Audiokommentar sowohl die Abläufe als auch das Erlebte hier auf der Website festzuhalten.

Das vorläufige Programm der Gedenkstättenfahrt:

Tag 1: Anreise nach Oświęcim, kurze Vorstellung des Hauses „Internationale Jugendbegegnungsstätte“ sowie Einstieg in die Thematik
Tag 2: Geführte Besichtigung der KZ-Gedenkstätte Auschwitz Stammlager. Am Nachmittag Stadtrundgang durch Oświęcim.
Tag 3: Geführte Besichtigung durch die KZ-Gedenkstätte Auschwitz–Birkenau. Am Nachmittag Reflexion und Auswertung.
Tag 4: Besuch der Länderausstellungen und gegen Nachmittag Weiterfahrt nach Krakau. Am Spätnachmittag und Abend individuelle Erkundung der Stadt.
Tag 5: Besuch des Oskar–Schindler-Museum oder des ehemaligen jüdischen Ghettos. Anschließend Heimfahrt nach München.

Die genauen Termine für die Fahrten sowie den Vorbereitungstagen findet ihr hier.

Eine Übersicht aller wichtigen Fakten für die Fahrten gibt es hier.